This is Chris NOT LA
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Freitag, 4. März 2011

James Blake 16.04.2011 Berghain Berlin



Wirkliche Neuheiten sind in der zeitgenössischen Pop-Musik ja ein eher rares Gut. In der Regel verliert sich ein Großteil der Neuerscheinungen sogleich in der teuflischen Retro-Spirale, wo sie zu einem Sound vermengt werden, der ebenso vertraut, wie auf Dauer ziemlich öde klingt. Bisweilen, meistens wenn die Musikszene so träge und regressiv geworden scheint, dass man fast schon von Leichenstarre reden kann (Hallo Rockmusik!), erscheint – geradezu plötzlich und unerwartet – jemand der sich konsequent gegen diese unheilvolle Verklärung der Vergangenheit stellt und sein eigenes Ding dreht.
Nahezu im Chor verkündeten die Feuilletons in den letzten Wochen die Ankunft eines 21-jährigen britischen Wunderkinds: James Blake.
Mit seinem unerhört grandiosen Debut, das beim erstmaligen Hören so fremd und fern jeglichem, was man bereits zu kennen und zu mögen glaubt, aber doch unglaublich vertraut klingt, eben weil es eine Seele, eine Ehrlichkeit erkennen lässt, die vielen seiner Zeitgenossen fehlt, wird Blake als großer musikalischer Innovator gefeiert. Zu Recht wie ich finde.
Eine dumme Angewohnheit, wohl eine Marotte, die ich aus meiner musikalisch eher subkulturell geprägten Jugend herübergerettete habe, lässt mich in der Regel ja einen weiten Bogen um hypegestützte Künstler machen. Bei sogenannten Wunderkindern erst recht.
Hätte mein guter Freund Lennart, dem ich an dieser Stelle dafür ausdrücklichen Dank aussprechen möchte, nicht auf Blake aufmerksam gemacht, hätte ich wohl frühestens in 3 Jahren das Vergnügen gehabt.
Daher freu ich mich umso mehr auf das bevorstehende Konzert am 16. April im Berliner Berghain.
Meine Karte ist gesichert.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Jungs Lärm


Danke nochmal an Dieter und Michael von Boys Noize Records und an Shenja für die Vermittlung.
Weitere Impressionen vom letzten Freitag im Ritter Butzke gibts auf dem Boys Noize Blog zu sehen.

Dienstag, 2. März 2010

Repeat


Dass alles mal eine Ende hat, ist ja eine allgemein anerkannte Wahrheit (Ja, auch die Wurst liebe Spaßvögel). Einige Wissenschaftler gehen ja (noch immer) davon aus, dass der Mensch wohl das einzige Lebwesen ist, das sich wirklich über die eigene Endlichkeit bewusst ist. Gottseidank ereilen einen Gedanken dieser Art eher selten. Das Leben wär auch ne ziemlich stressige Angelegenheit erwartete man hinter jeder Ecke gleich das Jenseits.
Doch umweht Den Begriff Endlichkeit eine nicht zu leugnende mystische, gar überirdische Aura. Assoziationen von bedrohlich tickenden, gespenstisch umherfliegenden Ziffernblätter und von langsam rieselndem Sand werden geweckt. 
Endlich ist ja per se eigentlich alles. So Sachen, wie Magendarmgrippe oder der dicke Kater nach einer durchzechten Nacht, können, dürfen, sollen ruhig auch endlich sein. Das ist so selbstverständlich erwünscht, dass man da garnicht mehr von Endlichkeit reden kann. Stattdessen ist man froh, die Angelegenheit hinter sich gelassen zu haben, in einer Vergangenheit, an die man sich weder erinnern mag noch erinnern muss. 
Die Endlichkeit entfaltet ihre ganze Bedrohlichkeit erst in Verbindung mit etwas schönem. Einem besonders schönen und großartigen Moment, vom dem man möchte, dass er niemals endet, weil man süchtig geworden ist nach diesem schönen und großartigen Gefühl - dem Gefühl gefeiert, bewundert, geliebt zu werden. Da kann man von Endlichkeit reden, das macht Sinn. Wenn man in solchen Momenten an Endlichkeit denkt, da läuft es einem kalt den Rücken runter. Da will man garnicht dran denken, das bringt Unglück, das beschleunigt sie womöglich nur noch. 
Die Endlichkeit an sich ist ja nicht das Unheimliche, es ist die Ohnmacht und die daraus resultierende Frustration als mündiger Mensch scheinbar nichts dagegen unternehmen zu können. Mit Botox in der Fresse mag man sich vielleicht im Glauben wiegen, man hätte ihr den Mittelfinger gezeigt, doch sie kommt. Wenn nötig, auch faltenlos. Durch die Endlichkeit macht sich das Schicksal den Menschen untertan.
Da lob ich mir doch die Repeat-Funktion meiner Anlage. Mit ihr fühlt man sich doch gleich wieder ein bischen autonomer. Nur diese eine schöne und großartige Lied, immer wieder, stundenlang, ununterbrochen, unendlich, wie ein beruhigendes Mantra, das zu sagen scheint: Ich hab alles unter Kontrolle, mach dir keine Sorgen. Ich hab alles unter Kontrolle, mach dir keine Sorgen. Ich hab alles unter Kontrolle, mach dir keine Sorgen ...


Sonntag, 27. Dezember 2009

Soundtrack fürs Wochenende

Musik ist schon was wunderbares. Aber das tollste an ihr ist, egal wie du dich fühlst, irgendwer hat sich schonmal genauso gefühlt und ein Lied darüber getextet.



I'm about
To have a nervous breakdown
My head really hurts
If I don't find a way out of here
I'm gonna go berserk ''cause
I'm crazy and I'm hurt
Head on my shoulders
It's going...berserk

I hear the same old talk talk talk
The same old lines
Don't do me that today, yeah
If you know what's good for you you'll get out of my way ''cause
I'm crazy and I'm hurt
Head on my shoulders
Going...berserk

I won't apologize
For acting outta line
You see the way I am
You leave any time you can ''cause
I'm crazy and I'm hurt
Head on my shoulders
Going...berserk

Crazy! crazy! crazy! crazy!

I don't care what you fuckin' do
I don't care what you fuckin' say
I'm so sick of everything
I just want to...die!



ach wie schön.